Florian Huber

Am Anfang war? Einige Forscher sind heute der Auffassung, dass Materie ein Art Kräuselung der Raumzeit ist. Man fragt sich zudem, ob es ohne Raumzeit Bewusstsein gebe und umgekehrt Bewusstsein ohne Raumzeit oder ob beide gar identisch sind. Materie besteht also aus Bewusstsein? Florian Hubers Objekte führen uns die paradigmatische Form der Paradoxie vor in einer fundamentalen Kohärenz von Homogenität und Heterogenität. Wie bei einer kosmologischen Singularität kommt es zur Inversion der Raumzeit. Raum wird Zeit und Zeit wird Raum, Farbe wir Nichtfarbe, Leere wird Struktur. So wie Obertöne auf einer Grundschwingung reiten, so sitzen Kräuselungen auf Falten und Falten auf einfachen Grundformen wie Kreis und Rechteck. Am Anfang war das Nichts und diese Erkenntnis ist eine Paradoxie, so wie jede Form ein Paradoxie darstellt. Doch erst die Paradoxie erzeugt, laut Spencer Brown, mathematisch eine Oszillation, die Raum und Zeit erzeugt. Florian Huber fasst diesen heuristischen Moment in eine elementare Form erschütternde Weltsicht. Indem er diesen Blick auf die Form (der Paradoxie) simultan strukturiert und so reines Bewusstsein visualisiert, ruft er uns zurück zum Anfang. Dieses zu erleben erschafft so einen Moment, der unwillkürlich ein Gefühl von Demut in uns bewirkt.
Hans Hushan

Vita/Bio
Florian Huber wurde im Jahr 1985 in Trier geboren und wuchs in Worms am Rhein auf. Im Alter von 16 Jahren zog er nach Darmstadt und absolvierte erfolgreich eine Ausbildung zum Forstwirt. Es folgten die Fachhochschulreife Richtung Bautechnik und ein Studium zum Sozialpädagogen/ SozialArbeiter. Seine Interessen gelten schon seit Langen dem kulturellen und Kunstgeschehen. So engagiert er sich seit dessen Gründung 2008 im Kulturverein dasblumen e.V. und ist Mitglied und Kurator der xpon-art, einer off space gallery in Hamburg. Zusätzlich agiert er schon seit über 12 Jahren als technische Unterstützung und umsetzende Kraft bei “Vogelfrei-Kunstentdeckungen in Privatgärten“ und dem “Internationalen Waldkunstpfad“ mit Projekten u.a. in Chengdu / China. Ein- und Ausgrenzung sind zentrale Themen in den Arbeiten von Florian Huber. Oft verwendet der autodikaktische Künstler für seine Installationen und Objekte Bauzäune und/oder Stacheldraht als Grundmaterialien und entfremdet diese in ihrer Funktion und Wirkung. Seine Arbeiten sind an verschiedenen Orten National (z.B.: im Zentrum für Waldkunst in Darmstadt oder der Kunstremise in Pinneberg),wie auch International (z.B.: im A4 Contemporary Arts Center in Chengdu /China) zu sehen. Der seit 2014 in Hamburg lebende Künstler ist Teil der Kunstgruppe ‚feine menschen‘.

2018 – „Anniversary of an uninteresting event“, Hier und Jetzt/Tapetenwerk, Leipzig
2018 – „x-porn“, xponArt Galery, Hamburg
2018 – What is next-Strukturrealismus“, Studio27, Hamburg

florianhuber-art.com
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