Eberhard Freudenreich

Nomen est Omen, sieht seine Arbeiten als ein Reich der Freude und der Befragung seiner selbst oder seiner Umwelt. Es sind Fragen zur Realität als Abbildung, als Wahrnehmung, oder als reiner Gedanke. Diese Fragen wiederholen sich, wechseln die Positionen, sie bilden Module und repetitive Konturen, die sich in einer grossen Assemblage zu Strukturen fügen und sich transformieren, sich füllen oder sich leeren. Sie befragen Wechselwirkungen aus Linien und Flächen, fragen nach Zufall und Notwendigkeit, nach Chiffren und Kodes. Doch in der Frage liegt manchmal auch die Antwort und eine gute Frage ist oft besser als ein vager Versuch, sie zu beantworten. Diese dialektische Gleichung aus These und Antithese wird Synthese, spiegelt sich in einer technischen Weise in seinen modular aufgebauten Kompositen aus Bildern und Objekten wieder. Naturähnliche Strukturen führen einen Dialog mit technisch-amorphen Formen und wiederholen das Thema in einem permanenten Seitenwechsel von Frage und Antwort. So entsteht ein interessiert sich befragendes Spiel, indem es keinen Sieger gibt, denn das Spiel belohnt sich selbst und alle Fragen bleiben vorerst offen. Eben die Offenheit erzeugt Freude und nachhaltiges Schauen. Liebe, oft auf den zweiten Blick, das weiss man, ist immer die letzte Antwort auf alle Fragen.
Hans Hushan

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